Welche Gaskartuschen nimmst du mit auf Tour und wie viele?
Draussen zu kochen ist einer der schönsten Aspekte eines Outdoor-Abenteuers. Egal, ob Sie eine mehrtägige Wanderung in den Bergen unternehmen oder mit dem Zelt auf einem gemütlichen Campingplatz stehen: Eine warme Mahlzeit oder eine dampfende Tasse Kaffee hält die Moral hoch. Aber nichts ist so frustrierend wie ein zischender Brenner, der mitten in Ihren Nudeln plötzlich den Geist aufgibt, weil das Gas ausgegangen ist.
Wie vermeiden Sie es, mit einer leeren Gaskartusche in der Wildnis zu stehen, ohne kiloweise zusätzlichen Brennstoff mitzuschleppen? Das Geheimnis liegt in einer cleveren Vorbereitung. In diesem Blog erklären wir Ihnen genau, welche Gaskartuschen Sie mitnehmen und wie Sie Ihren Verbrauch einfach berechnen.
Welche Arten von Gaskartuschen gibt es?
Nicht jede Gaskartusche ist gleich, und der von Ihnen gewählte Typ hängt eng mit Ihrem Brenner und dem Reiseziel zusammen. Grob unterteilen wir Outdoor-Gaskartuschen in drei Kategorien:
Der Einfluss von Temperatur auf Ihr Gas
Neben der Anschlussart ist die Gasmischung entscheidend. Die meisten Outdoor-Gaskartuschen enthalten eine Mischung aus Isobutan, Propan und Butan.
- Butan funktioniert schlecht, sobald die Temperatur in Richtung Gefrierpunkt fällt; das Gas bleibt dann flüssig und Ihr Brenner bekommt keinen Druck mehr.
- Gehen Sie im Winter oder hoch in den Bergen zelten? Dann wählen Sie speziell eine Wintergas-Mischung. Diese enthalten mehr Propan und Isobutan, wodurch Ihr Brenner selbst bei -20 Grad Celsius noch kräftig brennt.
Groß vs. klein: Welches Gasflaschenformat wählen Sie?
Wenn man im Outdoorladen vor dem Regal steht, sieht man oft drei Standardgrößen an Schraubkartuschen: 100 Gramm, 230 Gramm und 440/450 Gramm. Aber warum sollte man sich für eine Mini-Kartusche oder doch lieber für einen großen Tank entscheiden? Ein Überblick über die Überlegungen:
Warum entscheiden Sie sich für kleine Gaskartuschen (100g)?
Gewicht und Volumen: Wenn jedes Gramm zählt (Ultralight-Backpacking), ist dies dein bester Freund. Eine kleine Kartusche wiegt fast nichts und nimmt kaum Platz ein.
Perfekte Passform: Bei vielen kompakten Kochsystemen passt eine 100-Gramm-Kartusche exakt in den Kochtopf, zusammen mit dem Brenner. Das spart enorm viel ungenutzten Platz in deinem Rucksack.
Kurze Touren: Ideal für eine Wochenendwanderung oder Solotour, bei der du nur Wasser für gefriergetrocknete Mahlzeiten und Kaffee kochen musst.
Warum wählen Sie mittelgroße Gaskartuschen (230g)?
Der goldene Mittelweg: Dies ist die beliebteste Größe. Sie bietet ausreichend Brennstoff für einen Alleinreisenden, der 4 bis 5 Tage unterwegs ist, oder für ein Paar, das ein langes Wochenende unterwegs ist.
Stabilität: Die Kartusche ist breiter als die 100-Gramm-Variante, was eine stabilere Basis bietet, wenn Ihr Brenner auf die Kartusche geschraubt ist.
Warum entscheiden Sie sich für große Gaskartuschen (440g / 450g)?
- Preis pro Gramm: Große Kartuschen sind pro Gramm Gas im Verhältnis deutlich günstiger als die kleinen Varianten.
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- Ausgiebiges Kochen: Kochst du nicht nur reines Wasser, sondern backst Pfannkuchen, dünstest frisches Gemüse oder willst du richtig kochen? Dann verbrauchst du schnell viel Gas, und eine große Kartusche bietet die nötige Ruhe.
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- Basislager und Autocamping: Wenn du den Rucksack nicht kilometerweit tragen musst, ist Komfort wichtiger als Gewicht. Außerdem musst du nicht ständig die Kartuschen wechseln.
Wie viel Gas brauche ich? Die Berechnung
Die Berechnung deines Gasverbrauchs mag im Voraus wie höhere Mathematik erscheinen, aber mit einer einfachen Faustregel kommst du schon sehr weit. Im Durchschnitt verbraucht ein effizienter Outdoor-Brenner etwa 10 bis 15 Gramm Gas pro 1 Liter Wasser, das du kochst.
Um zu berechnen, wie viel Gramm Gas du pro Tag benötigst, kannst du die folgenden Schritte befolgen:
Outdoor-Tipp: Eine handelsübliche mittelgroße Gaskartusche enthält in der Regel 230 Gramm Gas. Im obigen Szenario reicht dir also genau eine mittlere Gaskartusche. Nimm zur Sicherheit immer einen kleinen Überschuss für unvorhergesehene Umstände, wie starken Wind, mit.
Faktoren, die Ihren Verbrauch beeinflussen
Die obige Berechnung ist ein perfekter Ausgangspunkt, aber die Praxis in der Natur kann manchmal unberechenbar sein. Berücksichtigen Sie die folgenden „Gasfresser“:
- Der Wind: Dies ist der größte Feind Ihres Brenners. Ohne Windschutz weht die Wärme weg und Ihre Kochzeit (und damit Ihr Gasverbrauch) kann sich verdoppeln. Verwenden Sie immer einen Windschutz.
- Die Wassertemperatur: Eiskaltes Schmelzwasser aus einem Bergbach kostet erheblich mehr Energie, um es zum Kochen zu bringen, als Wasser aus einem Campingplatzhahn.
- Die Art der Mahlzeit: Eine gefriergetrocknete Mahlzeit erfordert nur kochendes Wasser (schnell und sparsam). Möchten Sie eine halbe Stunde lang frischen Reis oder Pasta kochen? Dann steigt Ihr Gasverbrauch in die Höhe.
Finde deine Gaskartusche
Suchen Sie den perfekten Brennstoff für Ihren spezifischen Brenner oder Ihr Kochsystem? Egal, ob Sie ultraleicht reisen oder zusätzliche Kapazität für die ganze Familie benötigen, es gibt immer eine passende Lösung für Ihr außergewöhnliches Kocherlebnis.
Am einfachsten ist es, die Kartusche zu wiegen. Auf dem Boden oder Etikett der Kartusche ist das Bruttogewicht oder das Taragewicht (das Gewicht der leeren Dose, oft um die 90-140 Gramm je nach Größe) angegeben. Wiegen Sie die Kartusche auf einer Küchenwaage und ziehen Sie das Leergewicht ab. Was übrig bleibt, ist Ihr nutzbares Gas. Es gibt auch praktische „Schwimmtests“, bei denen Sie die Kartusche ins Wasser legen; je höher sie schwimmt, desto leerer ist sie.
Nein, absolut nicht. Gaskartuschen fallen unter die Kategorie brennbarer und entzündlicher Stoffe und sind sowohl im Handgepäck als auch im aufgegebenen Gepäck strengstens verboten. Kaufen Sie Ihre Gaskartuschen immer direkt am Zielort.
Gaskartuschen enthalten eine flüssige Mischung aus Propan, Isobutan und Butan. Butan verdampft nicht mehr, sobald die Temperatur um den Gefrierpunkt liegt, wodurch Ihr Brenner stottert oder ausgeht. Wintergas enthält einen höheren Propananteil oder verwendet eine interne Technologie (z. B. einen Papiereinsatz bei Primus), um die Verdampfung bei Kälte (-22 °C) zu beschleunigen. Sommergas ist für warme Temperaturen (über 15 °C) optimiert.
Eine Gaskartusche darf erst dann in den Wertstoffmüll (oft PMD oder Metallmüll), wenn sie vollständig leer ist. Brennen Sie die Kartusche komplett ab, bis wirklich nichts mehr herauskommt. Stechen Sie anschließend mit einem Schraubenzieher ein Loch in die Seite. Damit zeigen Sie, dass die Dose drucklos ist und sicher recycelt werden kann.